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Wie kann ich meine/e Kind/er zu Hause auf Trab halten? Für Eltern ist das eine Herausforderung. Es sind keine Ferien und diese Zeit lässt sich nicht nur mit Fernseher, Handy und PC meistern.

Für Eltern, die ihre Kinder jetzt ganztätig daheim betreuen müssen, kann das zur Belastungsprobe werden.

Wie kann die gemeinsame Zeit für alle ein Gewinn sein?

 

  1. Struktur: klarer Tagesablauf

Strukturen und Tagesrhythmen sind für Kinder wichtig. Eltern sollten beispielsweise eine Zeit vereinbaren, zu der Schulaufgaben erledigt werden. Doch auch zu klaren Schlafenszeiten und festgelegten Zeiten für das gemeinsame Essen, Spielen, Arbeiten, Bewegen – ebenso wie zu fest definierte Momenten, in denen auch mal der Fernseher eingeschaltet oder das Handy herausgeholt werden darf.

 

  1. Bewegung und Frischluft

Den ganzen Tag in den eigenen vier Wänden auszuharren, fällt den meisten Kindern schwer. Frische Luft und Bewegung sind daher weiterhin wichtig, solange der Gang vor die Haustür erlaubt ist. Im Gegensatz zu Stadtbewohnern haben wir Gott sei Dank die Möglichkeit, außer Haus zu gehen, ohne dass es gleich zu einer Begegnung mit anderen Menschen kommt. Sollte dies trotzdem einmal der Fall sein, bitte den nötigen Abstand halten.

 

  1. Kontakte: Telefon, E-Mails und Briefe

In Zeiten des Coronavirus wird immer wieder betont, dass vor allem ältere Menschen besonders gefährdet sind – und daher besonders geschützt werden müssen. Für viele Kinder bedeutet dies, dass sie ihre Großeltern nicht besuchen können. Das heißt keinesfalls, dass Enkel keinen Kontakt mehr zu Oma oder Opa haben dürfen. Vielmehr bietet die Situation Eltern eine Chance, ihre Kinder sinnvoll zu beschäftigen. Telefonieren geht immer.

Auch der Austausch mit den Mitschüler/innen halte ich für sinnvoll. Die meisten Kinder sind heute schon so gut ausgerüstet, dass sie sich beim Telefonieren auch sehen können  – sei es via WhatsApp, Facetime, Skype oder anderen Programmen. Warum nicht wieder einmal einen Brief oder eine E-Mail an nähere Verwandte schreiben? Eltern können ihren Kindern damit helfen, soziale Kontakte digital aufrechtzuerhalten.

 

  1. Lesen und lesen lassen

Kinder lieben es, wenn ihnen Erwachsene etwas Vorlesen. Und die meisten hassen es, wenn ihnen das Lesen verordnet wird. Ich empfehle daher, dass Kinder allein oder gemeinsam mit ihren Eltern Bücher auswählen. Und wenn Kinder selbst nicht sofort motiviert sind, selbst in einem Buch zu lesen, können Erwachsene ihnen zunächst eine Passage vorlesen und bestenfalls an einem spannenden Punkt abbrechen.

 

  1. Spielen: Knobeln und Rätseln

Bilderrätsel, Rechenrätsel, Sudoku, Kreuzworträtsel – all das macht nicht nur vielen Erwachsenen Spaß. Und Kinder trainieren nebenbei Logik, Kopfrechnen, Lesen und den Umgang mit Menschen, mit denen sie gemeinsam eine Aufgabe lösen. 

Viele Ideen dürften auch die Kinder selbst aus der Schule kennen: Vom "Rechenkönig", über "Stadt, Land, Fluss" bis zu "Ich sehe was, das du nicht siehst". Auch im Netz gibt es unzählige kostenlose Rätselseiten, die Eltern Anregungen bieten.

 

  1. Kreativität: Malen und Basteln

Zeichnen, Kneten oder Falten, Bauen oder Konstruieren – all dies fördert die kindliche Kreativität und bietet oft stundenlange Beschäftigung. Ob Malbuch, Bauklötze, Papierflieger oder Lego, die Möglichkeiten für Kinder sind hier unbegrenzt. Wem das Spielzeug zuhause ausgeht, der kann auch auf Alltagsgegenstände zurückgreifen und aus ihnen Dinge erschaffen.

 

  1. Einbinden: Diverse Arbeiten übernehmen

Viele Kinder freuen sich, wenn sie das Gefühl haben, Dinge zu tun, die sonst eigentlich den Erwachsenen vorbehalten sind. Dies kann sogar für die tägliche Hausarbeit gelten – die nun einfach gemeinsam mit verteilten Aufgaben erledigt wird.

"Wer übernimmt was? Was kannst du gut? Was würdest du gerne übernehmen?", sind Fragen, die vorab geklärt werden sollten.

 

  1. Auszeiten: Nichtstun gehört auch mal dazu

Bei der Beschäftigung von Kindern empfehlen Experten Eltern, Auszeiten einzuplanen und Langeweile zuzulassen. Denn auch dies fördert Kreativität und Erfindergeist und es sollte Teil der gemeinsam festgelegten Tagesstruktur sein. Zeiten, in denen Eltern arbeiten können oder auch einmal für sich da sein können, sollten daher eingeplant und gut abgesprochen werden.

 

Liebe Eltern!

Wir freuen uns, wenn wir euch/Sie von schulischer Seite unterstützen können. Gemeinsam werden wir auch diese schwierige Zeit meistern, davon bin ich überzeugt - Dir. Siegfried Rohrhofer